Mit Transformationstrends wie der Künstlichen Intelligenz (KI) schwappt eine Mischung aus Aufbruchsstimmung und Existenzangst auf Unternehmen über: Neue Geschäftsmodelle und Marktteilnehmer entstehen, Maßanfertigungen ersetzen Massenfertigung, Arbeitnehmer fürchten die Automatisierung. Der digitale Wandel durchdringt alle Ebenen einer Organisation. Wird der digitale Wandel also in Zukunft einen Management-Algorithmus hervorbringen, der Unternehmensüberwacher ersetzt und zuverlässig oder gar unfehlbar arbeitet? Kaum vorstellbar. Komplexe Entscheidungen erfahrener Vorstände und Aufsichtsräte lassen sich nicht einfach berechnen. Dass aber schon damit experimentiert wird, zeigen zwei reale Anwendungen aus dem Finanzumfeld.

Computeralgorithmus im Direktorium

So fiel eine Überschrift aus einem Nachrichtenportal ins Auge: „Investmentunternehmen beruft Computer ins Gremium.“ Demnach hat ein Investmentunternehmen mit der Bezeichnung Deep Knowledge Ventures aus Hongkong als erste Organisation der Welt einen Computeralgorithmus in sein Direktorium aufgenommen. Das mit Künstlicher Intelligenz gezeugte jüngste Vorstandsmitglied mit dem ausgefallenen Geburtsnamen „Validating Investment Tool for Advancing Life Sciences“, Spitzname Vital, hat eine gleichwertige Stimme mit seinen fünf menschlichen Kollegen erhalten. Es verfügt sogar über Entscheidungsbefugnis.

Vital wurde vom britischen Unternehmen Aging Analytics entwickelt. Das Computer-gesteuerte Direktoriumsmitglied unterstützt Deep Knowledge Ventures bei Entscheidungen über Investitionen im Bereich der so genannten Lebenswissenschaften. Deep Knowledge Ventures investiert in medizinische Unternehmen, die unter anderem an der Forschung und Entwicklung von Medikamenten zur Verlängerung des menschlichen Lebens arbeiten. An zwei Entscheidungen hat das digitale Gremiumsmitglied Vital schon mitgewirkt: an der Investition in zwei Biotechnologie-Start-ups, einem einheimischen und einem aus den USA.

KI für Management-Entscheidungen

Ein weiteres Beispiel für das Voranschreiten von Künstlicher Intelligenz ist Bridgewater Associates. Der größte Hedgefonds der Welt arbeitet an einer Software, die das Tagesgeschäft von Unternehmen leiten kann. Das berichtet jedenfalls das Wall Street Journal. Der bis dato namenlose digitale Chef soll Mitarbeiter einstellen und entlassen, wichtige strategische Entscheidungen treffen können und in Zukunft herkömmlichen Managern Konkurrenz machen.

Zwei Exempel, die zeigen: Die maschinengesteuerte Ökonomie macht vor nichts und niemandem Halt. Gleichermaßen ist es immer noch schwer vorstellbar, dass eine künstliche Intelligenz in Form eines Softwareprogrammes ein Vorstands- oder Aufsichtsratsmandat erhält. Ein digitaler BoardRoom zum Austausch vertraulicher Informationen wäre jedoch ein intelligenter Anfang.


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